Wappen und Siegel

Damit nun der Markt seine Herrschaftsausübung auch äußerlich zur Darstellung bringen konnte, signierte er als Amtsträger Urkunden und Schriftstücke. Daraus entstanden Wappen und Siegel. Das älteste noch erhaltene Siegel von Geisenhausen stammt aus dem Jahr 1514.

Im derzeitigen Wappen hält ein Engel das Wappenschild mit gotischem Haus und mit Zinnentürmen; darunter befinden sich die bayerischen Rauten. Der Schildinhalt, nämlich das Haus, weist auf die Namensendung "-hausen" von Geisenhausen hin. Man spricht deshalb in der Heraldik von "redenden Haus" und nennt unser Wappen ein "halbredendes Wappen", das einen Teil des Ortsnamens "im Schilde führt". Die beiden zinnengekrönten Türme stellen die Wehrhaftigkeit des Ortes dar, sind aber auch ein Zeichen für die Macht- und Herrschaftsausübung, die durch die Marktrechtsverleihung und durch die Errichtung des Pfleggerichts seit etwa 1411 manifestiert war. Die bayerischen Rauten zeigen, dass der Markt als Rechtsbereich schon zum Herzogtum gehörte.